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	<title>veranstalter &#8211; WilderPilger</title>
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		<title>Bist Du ein guter Musiker?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pilger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2015 16:25:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hast Du Dich das schon einmal gefragt? Und was ist eigentlich ein &#8222;guter Musiker&#8220;? Das kommt ganz darauf an, von wem die Antwort gegeben wird.  Fragt man das Publikum, dann ist es ein Musiker oder eine Band, die den Zuhörer begeistert. Wenn Du gottgleich Gitarre spielst oder durch Deinen Gesang<a class="read-more" href="https://www.wilderpilger.de/bist-du-ein-guter-musiker/">Weiter &#62;&#62;&#62;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hast Du Dich das schon einmal gefragt? Und was ist eigentlich ein &#8222;guter Musiker&#8220;? <em>Das kommt ganz darauf an, von wem die Antwort gegeben wird. </em></p>
<p>Fragt man das Publikum, dann ist es ein Musiker oder eine Band, die den Zuhörer begeistert. Wenn Du gottgleich Gitarre spielst oder durch Deinen Gesang sogar Bauarbeiter zum Weinen bringen kannst, dann wird das Publikum Dir bescheinigen, dass Du ein guter Musiker bist. Etwas schwieriger ist es schon für die Instrumentalisten, die etwas mehr im Hintergrund agieren: Der Bassist und der Schlagzeuger fallen dem durchschnittlichen Zuhörer nur auf, wenn sie wenigstens grünen Irokesenschnitt tragen oder ihr Instrument anzünden &#8211; das Auge hört ja schließlich mit. Wenn Du also willst, dass das Publikum Dich für einen guten Musiker hält, dann solltest Du neben dem handwerklichen Können auch einen Sinn dafür mitbringen, wie man auf der Bühne heraussticht.</p>
<p>Fragt man Veranstalter, dann ist ein &#8222;guter&#8220; Musiker einer, der nicht nur sein Handwerk vernünftig beherrscht, sondern er sollte auch &#8222;Leute ziehen&#8220;, also eine eigene Fanbase haben und diese zum Konzert mobilisieren können. Der Veranstalter erwartet aber neben der Leistung auf der Bühne auch noch professionelle Leistung im Vorfeld, beim Booking und hinter der Bühne. Die Band kann noch so gut spielen, wenn sie den Backstagebereich halb verwüstet hinterlässt, nachdem sie die Bar geplündert hat, wird der Veranstalter sie nicht in guter Erinnerung behalten.</p>
<p>Nun kann man nur noch sich selbst fragen, ob man einer der &#8222;guten&#8220; ist. Hier gibt es natürlich nur sehr subjektive Antworten, deshalb kann ich hier nur für mich selbst sprechen. Ich halte mich für einen guten Musiker, wenn ICH mit meiner Arbeit zufrieden bin, mich also auf der Bühne wohl fühle. Das beinhaltet viele Komponenten:</p>
<ul>
<li><strong>Bin ich gut vorbereitet?</strong><br />
Wenn ich die Songs, die ich spiele, fehlerfrei, mit viel Gefühl und dem Publikum angemessen aufführe, habe ich das gut gemacht.</li>
<li><strong>Ist die Organisation einwandfrei?</strong><br />
Wenn ich ohne Hetze rechtzeitig zum Venue komme, noch genug Zeit zum Aufbauen und für einen Kaffee vor Beginn habe, wenn die Werbung erledigt wurde und die Spielzeiten eingehalten werden, dann habe ich das gut gemacht.</li>
<li><strong>Funktioniert die Technik?</strong><br />
Wenn die Kabel alle funktionieren, ich das passende und effiziente Equipment dabei habe und ich nicht auf der Bühne selbstverschuldet bei Problemen auf Fehlersuche gehen muss, habe ich das gut gemacht.</li>
<li><strong>Bin ich zufrieden?</strong><br />
Wenn ich mich mit meinem Job gut fühle und das Publikum wie den Veranstalter &#8211; und zuletzt auch die Kollegen &#8211; zufrieden gestellt habe, wenn die Bezahlung gestimmt hat und die organisatorische Vorarbeit Früchte trägt, das Equipment gut funktioniert und bei der Arbeit auch gute Laune aufkommt, dann habe ich das gut gemacht.</li>
</ul>
<p>Es bleibt die Frage: Bin ich ein guter Musiker? Ich denke, ich bin ganz gut. Aber nicht so gut, wie ich sein könnte &#8211; und solange ich weiß, in welchen Bereichen ich mich noch verbessern kann, arbeite ich daran. Wie sieht es bei Euch aus, wo möchtet Ihr Euch verbessern?</p>
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		<title>6 Irrtümer: Ist die GEMA böse?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pilger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2015 16:32:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[ausschüttung]]></category>
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		<category><![CDATA[gebühren]]></category>
		<category><![CDATA[GEMA]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich unterhalte mich oft mit Kollegen, Veranstaltern und Bekannten über meinen Beruf. Früher oder später dreht sich das Gespräch meist auch um das Thema &#8222;GEMA&#8220; und dabei fällt mir immer wieder auf, welch schlechter Ruf dieser Verwertungsgesellschaft anhaftet. Nun frage ich mich, wie es kommt, dass fast 100% der Menschen,<a class="read-more" href="https://www.wilderpilger.de/6-irrtuemer-ist-die-gema-boese/">Weiter &#62;&#62;&#62;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich unterhalte mich oft mit Kollegen, Veranstaltern und Bekannten über meinen Beruf. Früher oder später dreht sich das Gespräch meist auch um das Thema &#8222;GEMA&#8220; und dabei fällt mir immer wieder auf, welch schlechter Ruf dieser Verwertungsgesellschaft anhaftet. Nun frage ich mich, wie es kommt, dass fast 100% der Menschen, die keine GEMA &#8211; Mitglieder sind, zum einen nur eine sehr vage Ahnung davon haben, was diese überhaupt tut, und zum anderen der einhelligen Meinung sind die GEMA &#8222;gehöre abgeschafft&#8220; und betreibe &#8222;nur Geldschneiderei&#8220;. Da die Presseabteilung der GEMA offensichtlich unfähig ist, mit weit verbreiteten Irrtümern aufzuräumen oder wenigstens ihrer Verwertungsgesellschaft nach außen ein positiveres Gesicht zu geben, möchte ich hierzu einige Dinge erklären.</p>
<p>Ich bin als Komponist und Texter seit vielen Jahren Mitglied der GEMA und kann fast nur positives berichten. Ich beginne jedoch mit dem negativen, denn das ist schneller erzählt:</p>
<p>Die Verteilung der Gelder an die Mitglieder halte ich für undurchsichtig bis ungerecht, allerdings kann ich hier nur auf sehr dünnem Eis wandeln, weil mir selbst der genaue Durchblick im Abrechnungssystem fehlt. Mein Verlag ist so nett, die komplette Abrechnung und Reklamation (natürlich gegen Gebühr) zu übernehmen, daher kümmere ich mich darum nicht. Ich kann nur den Eindruck wiedergeben, den ich habe: Diejenigen, die sowieso einen Löwenanteil der Gelder erhalten, bekommen ganz automatisch im Verteilungsschlüssel noch mehr zugeschoben. Ob das nun ungerecht oder sinnvoll ist, mag jeder selbst beurteilen.</p>
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<p>Es überwiegt für mich das positive: Die GEMA überweist mir jedes Jahr Geld dafür, dass ich meine Kompositionen öffentlich aufführe. Und nicht nur 50 Euro. Es handelt sich fast um die Hälfte meiner Jahreseinnahmen. Wer würde sich schon darüber beschweren? Ich weiß: Diejenigen, die dieses Geld an die GEMA bezahlen sollen! Aber langsam, immer schön der Reihe nach&#8230; lasst mich zuerst ein  paar Irrtümer aufzählen:</p>
<ul>
<li><strong>Es ist ein Irrtum, dass die GEMA deine Kompositionen &#8222;schützt&#8220;. Dein  Recht an Deinen Musikstücken ist in Deutschland durch das Urheberrecht geschützt und ist nicht übertragbar. Du bleibst auch als Mitglied der GEMA im vollen Besitz der Rechte an Deinen Kompositionen. Sie treiben nur das Geld für Dich ein, wenn irgendjemand (auch Du) Deine Lieder spielt.</strong></li>
<li><strong>Es ist ein Irrtum, dass die GEMA nur für die &#8222;großen&#8220; Komponisten da ist. Jeder Komponist oder Textdichter kann Mitglied der GEMA werden. Und wenn die Kompositionen öffentlich aufgeführt werden, bekommen auch die &#8222;kleinen&#8220; ihr Geld.</strong></li>
<li><strong>Es ist ein Irrtum, dass die GEMA YouTube &#8211; Videos sperrt. Viele Musikvideos sind nicht verfügbar, weil YouTube sich standhaft weigert, von den riesigen Werbeeinnahmen eine angemessene Vergütung an die GEMA für die Streams zu bezahlen, die diese dann an die Urheber der Musik ausschütten könnte. <em>YouTube / Google sind hier die &#8222;Bösen&#8220;</em>, jedenfalls meiner Meinung nach.</strong></li>
<li><strong>Es ist ein Irrtum, dass man selbst für seine Musik an die GEMA bezahlen muss, wenn man sie öffentlich aufführt. Wenn die Band selbst ein Konzert veranstaltet, muss sie auch selbst die dafür anfallenden GEMA &#8211; Gebühren bezahlen, das müsste sie aber auch, wenn sie AC/DC covert &#8211; wenn sie aber gegen Honorar z. B. bei einem Stadtfest oder in einem Club auftritt, übernimmt der Veranstalter die Gebühren.</strong></li>
<li><strong>Es ist ein Irrtum, dass die GEMA horrende Gebühren von den kleinen Eckkneipen verlangt und sie damit in den Ruin treibt. Gut, hier lehne ich mich weit aus dem Fenster, weil ich das nicht mit harten Zahlen belegen kann, aber ich weiß, wie viel man für ein Beispielkonzert wie folgendes bezahlen müsste: Kleiner Club, 50 Gäste, 0 Euro Eintritt, Eine Band mit GEMA &#8211; pflichtigem Programm. Die Gebühren hierfür liegen im unteren zweistelligen Bereich. Und ganz ehrlich: Wer keine 30 &#8211; 50 Euro für das veranstaltete Konzert an die GEMA überweisen kann, weil ihm hierfür die Einnahmen fehlen, macht evtl. bei der Organisation des Ganzen irgendetwas falsch. <em>Auweia, jetzt bekomme ich bestimmt Prügel von den Veranstaltern, die das hier lesen&#8230; </em></strong><span style="color: #99cc00;">[edit: das aktuelle Tarifdatenblatt für Veranstaltungen mit Unterhaltungsmusik findet man <span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000; text-decoration: underline;" href="https://goo.gl/ViyXSC" target="_blank">hier</a></span></span>. Die Gebühren liegen gerade mal bei 5% der Ticketeinnahmen. Danke für den Hinweis, <span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000; text-decoration: underline;" href="http://www.christinalux.de/" target="_blank">Christina Lux</a></span></span>!]</span></li>
<li><strong>Es ist ein Irrtum, dass ohne die GEMA Musikveranstaltungen leichter wirtschaftlich durchzuführen wären und es mehr davon gäbe. Die Gebühren der GEMA machen nur einen kleinen Teil der Gesamtkosten aus. Der Löwenanteil entfällt auf Künstlergagen, Saalmiete, Versicherungen und alles, was sonst noch so an Organisationskosten anfällt. Oder glaubt Ihr, dass ohne GEMA mehr Konzerte organisiert würden? Natürlich nicht. Das Problem der Konzertveranstalter ist die Freibiermentalität, nicht die GEMA. &#8222;Was, das Konzert kostet 2 Euro Eintritt? Für 4 Bands? Das ist mir zu teuer, da gehe ich wieder.&#8220; <em>Verdammte Geizkragen&#8230;</em></strong></li>
</ul>
<p>Meiner Meinung nach ist die GEMA für uns Komponisten und Textdichter die einzige Möglichkeit, in diesem Geschäft lngfristig Geld zu verdienen. Die unmögliche Erwartungshaltung, dass Musik heute überall kostenlos verfügbar sein muss, ist mir ein Dorn im Auge. Wer mit Hilfe von Musik seine Umsätze steigert oder überhaupt erst generiert, soll gefälligst an die Komponisten einen Teil abgeben. Das gilt für YouTube, für Stadtfeste und für Radiosender, für CD-Kopierer und kleine Eckkneipen gleichermaßen. Wenn Ihr das anders seht, dann stellt Euch einfach vor, wie Ihr Eure Samstagabende verbringen würdet, wenn die &#8222;Ware&#8220; Musik nicht verfügbar wäre, weil kein Komponist mehr für seine Arbeit Geld bekäme&#8230;</p>
<ul>
<li>Discothek mit Freunden, ein paar Cocktails und Tanzen: Aber ohne Musik! Vielleicht könnte man ja ein Hörspiel auflegen? Ach nein, das ist ja auch urheberrechtlich geschützt. Also Stille.</li>
<li>Irish Pub, ein paar Guinness und Spirituosen: Aber kein &#8222;Whisky in the jar&#8220;, weil nur GEMAfreie Musik gespielt würde</li>
<li>Die lange Autobahnfahrt, aber im Radio nur Nachrichtensendungen.</li>
</ul>
<p>Und was hat nun die GEMA damit zu tun? Ganz einfach: Sie sorgt dafür, dass Madonna von den Millionen, die mit ihrer neuen Single umgesetzt werden, einen Teil abbekommt. Und auch dafür, dass ICH, wenn ich mit MEINEN Kompositionen in einer Kneipe auftrete, einen Teil der Einnahmen für meine kompositorische Leistung bekomme. Die Gage ist für die Darbietung, nicht für die Komposition! Sonst müsste ich ja jedesmal, wenn ich Knockin&#8216; on heaven&#8217;s door gröle, einen Teil meiner Gage an Bob Dylan abgeben. Wäre blöd, oder? Würde irgendein Musiker noch auf die Bühne gehen, wenn er die Vergütung für seine Coverversionen selbst an die Urheber abführen müsste? Und würde irgendein Komponist noch komponieren, wenn er dafür keine Vergütung mehr bekäme? Denkt mal darüber nach&#8230; besonders die, die immer auf die GEMA schimpfen: Stell Dir einfach vor, wie Dein Leben ohne Musik wäre, dann weißt Du auch, was sie in Wirklichkeit wert ist.</p>
<p>Doch genug geflamed, abschließend ein Rat an alle Musiker, die nur Covers spielen: Füllt doch bitte nach jedem Konzert eine Musikfolge (GEMA &#8211; Liste) aus und schickt die gesammelten Listen gegen Ende des Jahres an die GEMA. Das würde die Verteilung der Gelder nicht nur gerechter machen, weil man genauer wüsste, was tatsächlich auf den Bühnen gespielt wird, sondern auch langfristig den Helene Fischers und Dieter Bohlens das Wasser abgraben. Die bekommen nämlich nur so viel Kohle von der GEMA, weil Ihr Covermucker zu faul seid, der GEMA zu schreiben, dass Ihr gar nicht &#8222;Atemlos&#8220; gespielt habt bei Euren letzten 50 Konzerten! Es schadet sicher auch nicht, wenn Ihr bei Euren Konzerten ein paarmal <a href="http://www.wilderpilger.de/wann-ist-ein-song-ein-song/">meine Komposition &#8222;Oneclap&#8220;</a> spielt, sie ist eines der vielseitigsten meiner Werke, die sich ausgezeichnet als perkussives Element eignet. Wenn Ihr sie nur auch auf die Liste schreibt!</p>
<p>Zweiter und letzter Rat, an die Musiker, die selbst komponieren und ihre Songs auch öffentlich aufführen: Werdet GEMA &#8211; Mitglieder! Der Jahresbeitrag ist momentan glaube ich bei 35 Euro, das ist glaube ich zu verschmerzen. Und wenn Ihr dann bei Euren 20 Konzerten im Jahr Eure 10 Songs spielt &#8211; und danach eine Musikfolge einschickt (!) &#8211; dann kommt von der GEMA Geld! Wird überwiesen auf EUER Konto! Vielleicht sind es 100 Euro, vielleicht auch 1000 Euro. Das weiß man nie so genau&#8230; aber es reicht auf jeden Fall, um mal mit der Band anständig einen trinken zu gehen, und das allein sollte es Euch schon wert sein.</p>
<p>Ich für meinen Teil kann nur über die GEMA &#8211; Hasser den Kopf schütteln, denn die meisten haben nicht die geringste Ahnung, wogegen sich Ihr Zorn eigentlich richtet. Sie lesen im Netz irgendwelche Halbwahrheiten wie &#8222;GEMA verlangt 1000 Euro von Seniorenkaffeekränzchen fürs Singen von Weihnachtsliedern&#8220; und glauben sie dann. Das meiste, was darüber geschrieben wird, ist absoluter Bullshit, aber die Menschen glauben ja heute sogar, dass Senioren ihre &#8222;Wohnung gekündigt wurde, um Flüchtlinge einzuquartieren&#8220; und dass man &#8222;iPhones für 5 Euro&#8220; auf Facebook kaufen kann, wenn man nur seine Kreditkartennummer angibt. Aber solche Schwachköpfe haben es wahrscheinlich gar nicht bis zum Ende dieses Textes geschafft &#8211; und lesen diesen schönen Schlusssatz leider gar nicht mehr.</p>
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		<title>Wie geht man mit unangenehmen Gästen um?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pilger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2015 08:06:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Man könnte nach dem Kümmert &#8211; Prinzip vorgehen: Wenn einer im Publikum zu laut lacht oder einem sonstwie auf die Nerven geht: Beleidigend werden und die Leute beschimpfen. Oder es mit Axl Rose halten: Die Leute erst beschimpfen und dann die Bühne verlassen. Beides ist oft verlockend, kann man sich aber nur<a class="read-more" href="https://www.wilderpilger.de/wie-geht-man-mit-unangenehmen-gaesten-um/">Weiter &#62;&#62;&#62;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man könnte nach dem <a href="http://www.express.de/eurovision-song-contest/frauen-bei-konzert-uebel-beleidigt-esc-drueckeberger-andreas-kuemmert-wegen-sexueller-beleidigung-angezeigt,1195972,30070702.html" target="_blank">Kümmert &#8211; Prinzip</a> vorgehen: Wenn einer im Publikum zu laut lacht oder einem sonstwie auf die Nerven geht: Beleidigend werden und die Leute beschimpfen. Oder es mit <a href="https://www.youtube.com/watch?v=tJiJxVnmC-8" target="_blank">Axl Rose</a> halten: Die Leute erst beschimpfen und dann die Bühne verlassen. Beides ist oft verlockend, kann man sich aber nur leisten, wenn man Axl Rose ist, beim Kollegen Kümmert führte oben genanntes Verhalten ja nicht gerade zu großer Beliebtheit &#8211; jedenfalls was mich betrifft. Neben einigen anderen Verhaltensweisen, aber davon soll hier nicht die Rede sein&#8230; Zurück zum Thema:</p>
<p>Erst letzten <a href="http://www.holm-music.de/kulttour-treuchtlingen/" target="_blank">Samstag</a> hatte ich wieder eine interessante Begegnung mit einem &#8222;Fan&#8220;, dem es gelang, unangenehm aus der Zuschauermenge herauszustechen. Alles begann damit, dass der Herr nach jedem gespielten Stück einen lautstarken Kommentar abzugeben hatte &#8211; das ist zwar nervig, kann aber durchaus in die Show eingebunden werden, indem man als Musiker schlagfertig auf die jeweiligen Kommentare antwortet. Früher oder später wird das aber anstrengend, wenn der (meist alkoholisierte) Gast nicht begreifen will, wie sehr er/sie sich zum Affen macht.</p>
<p><strong>Richtig unschön wurde es dann, als besagter Herr sich 2 Meter vor der Bühne aufstellte und ganz langsam begann, sich seiner Kleidung zu entledigen.</strong> Nach kurzer Zeit stand er mit entblößtem Oberkörper direkt vor mir und tanzte sich ins Schnapsnirwana &#8211;  während die ersten Gäste irritiert das Venue verließen. Ich sollte hierzu vielleicht noch erwähnen, dass ich den Gast bereits von einem Konzert 2014 kannte, bei dem er auch (nur noch in Unterhose bekleidet) betrunken tanzte, bis er auf die Bühne stürzte und dabei Mikrofonständer und ein Lautsprecherstativ mit sich riss.</p>
<p><strong>Nun stellte sich die Frage: Was tun?</strong> Ich für meinen Teil entschied mich für folgendes: Ich machte eine Pause, in der Hoffnung, dass sich der Herr wieder ankleiden und im besten Fall das Venue verlassen würde. Leider war das nicht der Fall, deshalb bat ich ihn freundlich, sich doch wenigstens wieder anzuziehen &#8211; diese Bitte beschied er allerdings abschlägig, nicht ohne mir zu drohen: <em>&#8222;Wenn Du mir noch ein wenig blöd kommst, schlage ich hier alles kurz und klein!&#8220;</em></p>
<p>Man stelle sich also die Situation vor:</p>
<ul>
<li>Ein Venue, in dem die Bühne auf einer Ebene mit dem Zuschauerraum liegt und nicht durch Absperrungen abgetrennt ist</li>
<li>Eine &#8222;Security&#8220;, die durch eine nette junge Dame am Eingang repräsentiert ist &#8211; und der ich nicht zutraue, sich mit einem betrunkenen Stänkerer auseinanderzusetzen</li>
<li>Die Verpflichtung gegenüber dem restlichen Publikum eine gute Show zu liefern</li>
<li>Ein renitenter Gast, der sich nicht mit guten Worten davon abhalten lässt, das Konzert zu stören.</li>
</ul>
<p>Glücklicherweise wurde der Störenfried dann von seiner sichtlich unzufriedenen, peinlich berührten Frau <del>abgeführt</del> abgeholt, so dass das Konzert unbeeinträchtigt weitergehen konnte. Wäre er jedoch geblieben, hätte ich eine Lösung finden müssen. Normalerweise mache ich das ungefähr wie folgt, bei Misserfolg eines Versuches jeweils eine Stufe höher schaltend:</p>
<ol>
<li><strong>Den Gast freundlich um Kooperation bitten</strong></li>
<li><strong>Den Gast vor Publikum / über das Mikrofon um Kooperation bitten</strong></li>
<li><strong>Die Security (wenn vorhanden) um Hilfe bitten</strong></li>
<li><strong>Den Veranstalter um Hilfe bitten</strong></li>
<li><strong>Dem Publikum erklären, dass ich erst weiterspiele, wenn die Störung beseitigt ist</strong></li>
<li><strong>Wenn das alles fehlschlägt: Die Bühne verlassen und nach Hause gehen.</strong></li>
</ol>
<p>Man verstehe mich nicht falsch &#8211; ich erwarte kein mucksmäuschenstilles Publikum bei einem Kneipenkonzert und mit den ewig gackernden Mädchen ohne jedes Interesse an der Musik habe ich mich auch abgefunden. Wenn allerdings jemand ganz bewusst meine Arbeit stört und sich auch durch gutes Zureden nicht davon abbringen lässt, werde ich sehr unzufrieden. Ich werde fürs Musikmachen bezahlt, nicht dafür, mein Equipment und meine Gesundheit gegen betrunkene Zuschauer zu schützen. Diese Aussage höre ich immer wieder auch von Kollegen, deshalb frage ich mich und Euch:</p>
<p>Wie geht Ihr mit solchen Zuhörern um? Für einen Solokünstler ist es sowieso schwieriger, sich durchzusetzen, weil man im Notfall nicht die helfenden Hände der anderen Bandmitglieder rufen kann, aber habt Ihr dazu eine Meinung? Auch eine Stellungname durch Veranstalter würde mich hier interessieren, denn es ist nur äußerst selten einmal vorgekommen, dass sich ein Veranstalter oder sein Personal in so einer Situation auf meine Seite gestellt hätte, um mich zu schützen.</p>
<p>Und schreibt am besten Eure Top &#8211; Erlebnisse mit Konzertbesuchern in die Kommentare, ich will auch mal was zu lachen haben!</p>
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		<title>Für Veranstalter: Der Umgang mit Musikern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pilger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 2014 11:54:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#160; Ganz ehrlich: Ich mag meinen Beruf. Nicht alles, was damit zu tun hat, aber das meiste. Was ich daran aber am allerwenigsten mag ist die Kontaktaufnahme mit unbekannten Veranstaltern. Das sogenannte &#8222;Booking&#8220;. Ich hasse es, von Leuten so behandelt zu werden, als würde ich nicht existieren. Es mag daran<a class="read-more" href="https://www.wilderpilger.de/fuer-veranstalter-der-umgang-mit-musikern-wie-man-sie-sich-vom-leib-haelt/">Weiter &#62;&#62;&#62;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Ganz ehrlich: Ich mag meinen Beruf. Nicht alles, was damit zu tun hat, aber das meiste. Was ich daran aber am allerwenigsten mag ist die Kontaktaufnahme mit unbekannten Veranstaltern. Das sogenannte &#8222;Booking&#8220;. Ich hasse es, von Leuten so behandelt zu werden, als würde ich nicht existieren. Es mag daran liegen, dass Veranstalter jeden Tag Anfragen von unglaublich vielen Bands erhalten und einfach keine Lust haben, auf jede einzelne zu antworten &#8211; aber wie unerfreulich und demotivierend das für die anfragenden Musiker und Agenturen ist, stellen sich die meisten gar nicht vor.</p>
<p>Ich möchte an dieser Stelle ein paar Tips für Veranstalter geben, die dabei helfen sollen, unsere Zusammenarbeit für beide Seiten zu erleichtern. Ich spreche als Solomusiker, der auf der Bühne kaum Platz braucht, sein Equipment selbst mitbringt und vom Veranstalter nichts außer einer Steckdose und einer Lampe an der Bühne benötigt. Ich bin der feuchte Traum eines jeden, der einen kleinen Live &#8211; Club führt und wenig bis keinen Aufwand für die Shows haben will. Hier ist meine Wunschliste an Euch:</p>
<ul>
<li><strong>Bitte geht online</strong> (Facebook ist nicht &#8222;online&#8220;).<br />
Eine Webseite mit grundlegenden Informationen zum Club oder Eurer Bühne hilft dabei einzuschätzen, ob es überhaupt Sinn macht, sich bei Euch zu bewerben. Je mehr ich vor der Kontaktaufnahme über Euch herausfinden kann, desto unwahrscheinlicher ist es, dass ich eine Bewerbung an Euch schicke, die überhaupt nicht zu Euch passt. Stellt Euch einen Musiker als Arbeitslosen vor, der auf der Suche nach einem Job ist. Er ist motiviert, qualifiziert und hat Erfahrung. Wenn sich der arbeitslose Elektriker allerdings bei einem Bäckereibetrieb bewirbt, wird er kaum eine Antwort erhalten, weil die Bewerbung an sich schon völlig daneben ist. Also: Wenn Du ein Bäcker bist, hänge ein Schild mit der Aufschrift &#8222;Bäckerei&#8220; über die Tür und an die Webseite. Am Ende bekommst Du weniger und dafür die richtigen Bewerbungen &#8211; und hast weniger Arbeit damit.</li>
<li><strong>Bitte sagt uns Musikern, was Ihr wollt, bevor wir Euch nerven</strong>.<br />
Ihr wollt nicht angerufen werden? Oder nur zu bestimmten Zeiten? Ihr wollt keine eMails beantworten, weil ihr &#8222;Oldschool&#8220; seid und mit diesem elektrischen Zeug nichts zu tun haben wollt? Bitte schreibt das auf Eure Webseiten. Bei der Suche nach Auftrittsmöglichkeiten stoße ich auf unzählige Seiten, bei denen unter &#8222;Kontakt&#8220; eine Festnetznummer steht. Wenn ich anrufe, erhalte ich meist nur die Info, dass der &#8222;Chef nicht da ist&#8220;. Wenn ich ihn dann irgendwann erreiche, sagt er mir, ich soll lieber eine eMail schicken. Natürlich an eine Adresse, die nicht auf der Webseite steht. Stünde diese Adresse unter &#8222;Kontakt&#8220; mit dem Zusatz &#8222;Musiker &#8211; Anfragen&#8220;, hätte ich mir zwei bis drei Anrufe und Deinen Theken- oder Bürokräften Ablenkung erspart.</li>
<li><strong>Das sollte auf Eurer Webseite stehen:</strong></li>
</ul>
<ol>
<li>Wollt Ihr überhaupt, dass Musiker sich bei Euch bewerben? Wenn nicht, dann schreibt das bitte einfach irgendwo hin, wo wir es auch sehen können.</li>
<li>Auf welchem Weg wünscht Ihr Euch die Kontaktaufnahme? Telefon / eMail / Brief &amp; CD? An welche Adresse / Nummer? Zu welchen Zeiten? Wie heißt der Ansprechpartner für Booking?</li>
<li>An welchen Wochentagen habt Ihr Live &#8211; Musik? Macht Ihr das wöchentlich, monatlich oder vielleicht völlig unregelmäßig?</li>
<li>Wie lange im voraus plant Ihr Eure Konzerte? Macht es überhaupt Sinn, für einen Termin in 3 Monaten oder in einem Jahr anzufragen?</li>
<li>Welche Besetzungen und Stilrichtungen wünscht Ihr Euch auf Eurer Bühne? Wenn irgendwo steht, dass Ihr nur Punkrockbands bucht, dann hält Euch das die Anfragen von den weinerlichen Liedermachern vom Hals und andersrum.</li>
<li>Wie groß ist Euer Club / die Bühne? Wie viele Leute passen rein?</li>
<li>Muss man als Musiker irgendwelche Voraussetzungen erfüllen, um auf die Bühne zu dürfen?</li>
<li>Habt Ihr eine eigene PA? Welches Equipment wird benötigt, um bei Euch auftreten zu können? Stichwort <a href="http://www.wilderpilger.de/wp-content/uploads//2016/02/tech_rider_stageplan_wilderpilger.pdf" target="_blank">Tech Rider</a>.</li>
</ol>
<ul>
<li><strong>Bitte antwortet uns Musikern</strong>.<br />
Wir haben genau soviel Büroarbeit wie Ihr. Wir Musiker sitzen auch täglich am Rechner und kümmern uns um Buchhaltung, Terminplanung und die Kontaktaufnahme mit potentiellen Partnern, Fünfzig bis Hundert eMails an einem Tag sind keine Seltenheit in unserem Job. Keine Antwort zu bekommen ist frustrierernd und für diejenigen, die nicht aufgeben und immer wieder schreiben, sorgt Ihr durch das Ignorieren von Nachrichten für erheblichen Mehraufwand. Mein Tip hierzu:<br />
Es gibt sogenannte Autoresponder, die in fast jedem eMail &#8211; Dienst und eMail &#8211; Programm integriert sind. Richtet einfach eine Adresse nach dem Schema <em>booking@deine-internetseite.de</em> ein und wählt die Einstellung so, dass jeder, der an diese Adresse schreibt, automatisch eine kurze Info bekommt, dass die Mail eingegangen ist.<br />
Hier könnte auch drinstehen, ob eine wiederholte Kontaktaufnahme sinnvoll ist &#8211; z.B.:  <em>&#8222;Wir lesen jede eMail, die an diese Adresse eingeht. Wenn wir Euch nicht antworten, heißt das, dass wir Euch nicht buchen wollen, bitte schreibt nicht noch einmal. Wenn Eure Terminanfrage nicht für mindestens ein Jahr im Voraus eingeht, werden wir auch nicht antworten.&#8220;</em> So oder so ähnlich sieht eine Antwort aus, mit der ich etwas anfangen könnte.</li>
</ul>
<p><strong>Zusammengefasst heißt das:</strong> Wenn ein Veranstalter mir und meinen Kollegen schon vorab diese Informationen zur Verfügung stellt, verringert sich für uns beide der Aufwand beim Booking erheblich. Ich habe einen Clubbetreiber im Bekanntenkreis, den ich beim Leeren seines Briefkastens beobachten durfte:</p>
<p>Er öffnete den Kasten, nahm ein paar Briefe und einen Stapel aus ungefähr 10 CDs heraus, sortierte den Haufen und warf die CDs komplett in den nebenstehenden Mülleimer. Ungeöffnet, unbesehen. Nach eigener Aussage bekommt er täglich mindestens 5 CDs zugeschickt, bucht aber NIEMALS Musiker, die sich bei ihm bewerben und wirft seit 10 Jahren ausnahmslos alle Bewerbungen weg. Auf seiner Webseite findet sich kein Hinweis darauf, dass er keine Bewerbungen erhalten möchte. Jede Bewerbung nervt ihn, am Telefon, per Mail und in der Post. Warum er das den potentiellen Bewerbern nicht mitteilt? Ich werde es wohl nie verstehen.</p>
<p>Bevor ich in den nächsten Wochen noch eine Booking &#8211; Anleitung für den Musikeranteil unter den Lesern veröffentliche (vermutlich mit dem Titel <em>&#8222;Wie gehe ich den Clubbetreibern nicht so sehr auf den Sack&#8220;</em>), mochte ich hier ein Positivbeispiel für eine Traditionsbühne geben, die wie ich finde online alles richtig macht. Auch der Umgang mit den Musikern im Haus ist hier professionell und angenehm. Viele Clubs könnten sich von diesem Laden in Bamberg eine Scheibe abschneiden, der von Volker Wrede betrieben wird. So sollte eine Webseite aussehen: <a href="http://www.live-club.de/service/downloads.html" target="_blank">Live &#8211; Club, Bamberg</a>. Im Bereich &#8222;Service&#8220; sind die Reiter &#8222;Downloads&#8220; und &#8222;FAQ&#8220; interessant, auch unter &#8222;Kontakt&#8220; findet man den Hinweis auf die Bookingadresse.</p>
<p><strong>Wie seht Ihr das? Habt Ihr von Veranstalterseite Kritik an diesen Wünschen oder als Musiker Ergänzungen? Über entsprechende Kommentare würde ich mich sehr freuen!</strong></p>
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		<title>Stell Dir vor es ist Konzert &#8211; und keiner geht hin.</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Oct 2014 12:52:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Kurz und knapp: Der Veranstalter hat das Konzert im &#8222;Jungegger&#8217;s Café und Bar&#8220; heute Abend abgesagt &#8211; 6 Stunden vor Veranstaltungsbeginn. Die Begründung für die Absage ist: &#8222;Kartenvorverkauf: Null.&#8220;. Die Tageszeitung hat wohl vergessen, eine Konzertankündigung zu drucken. Hierzu habe ich folgendes zu sagen: Zuallererst: Eine so kurzfristige Absage halte<a class="read-more" href="https://www.wilderpilger.de/stell-dir-vor-es-ist-konzert-und-keiner-geht-hin/">Weiter &#62;&#62;&#62;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz und knapp: Der Veranstalter hat das Konzert im <a href="http://www.jungeggers.de/" target="_blank">&#8222;Jungegger&#8217;s Café und Bar&#8220;</a> heute Abend abgesagt &#8211; 6 Stunden vor Veranstaltungsbeginn. Die Begründung für die Absage ist: &#8222;Kartenvorverkauf: Null.&#8220;. Die Tageszeitung hat wohl vergessen, eine Konzertankündigung zu drucken. Hierzu habe ich folgendes zu sagen:</p>
<figure id="attachment_6984" aria-describedby="caption-attachment-6984" style="width: 700px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" data-attachment-id="6984" data-permalink="https://www.wilderpilger.de/stell-dir-vor-es-ist-konzert-und-keiner-geht-hin/2013-03-16-23-01-02-2/" data-orig-file="https://www.wilderpilger.de/wp-content/uploads//2014/10/2013-03-16-23.01.02-scaled.jpg" data-orig-size="2560,1106" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;3.5&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Canon EOS-1D Mark II&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1363474862&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;28&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;3200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.076923076923077&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="2013-03-16-23.01.02" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Jungegger&amp;#8217;s &amp;#8211; 2013 (Foto von Alex Mackle)&lt;/p&gt;
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<p>Zuallererst: Eine so kurzfristige Absage halte ich für inakzeptabel. Sie ist unfair gegenüber allen Gästen, die gekommen wären und heute Abend vor verschlossenen Türen stehen müssen, auch wenn es nur wenige wären. Sie ist außerdem unfair gegenüber den Musikern, die nun keine Möglichkeit mehr haben, sich für heute Abend einen anderen Brötchengeber zu suchen. Ich möchte Euch sagen, dass wir Musiker ausdrücklich betont haben, das Konzert spielen zu wollen, unabhängig von der Zahl der zu erwartenden Gäste &#8211; wir spielen für 5 Zuschauer genauso gern wie für 500. <strong>Wir entschuldigen uns ausdrücklich dafür, dass das Konzert nicht stattfinden kann.</strong></p>
<p>Wir verstehen, dass ein Veranstalter wirtschaftlich denken muss und Kosten für Personal, Strom und GEMA hat. Wir verstehen allerdings nicht, warum wir als Band das finanzielle Risiko des Veranstalters auf Null reduzieren sollen, wo wir doch schon über die Tatsache, dass wir ohne Festgage aufgetreten wären, am finanziellen Risiko stark beteiligt waren. Uns wird durch diese Absage gezeigt, dass die Wertschätzung unserer Leistung beim gleichen Wert liegt wie der Kartenvorverkauf &#8211; bei Null.</p>
<p>Noch ein Wort zu den Konzertbesuchern: <strong>Um solche Situationen vermeiden zu helfen, könnt Ihr etwas tun.</strong> Reserviert im Vorfeld Plätze, kauft Karten im Vorverkauf und lasst uns Musiker und Veranstalter wissen, wenn Ihr vorhabt, ein Konzert zu besuchen! Auf Facebook, auf Twitter &#8211; wo auch immer. Vielleicht hätten die Veranstalter dann etwas mehr Planungssicherheit für Konzerte. Es gab mal den Spruch &#8222;stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin&#8220;. Heute möchte ich das umformulieren: &#8222;stell Dir vor es ist Konzert und keiner geht hin&#8220;. Wir brauchen Eure Unterstützung und sind dankbar für jeden, der uns hilft in diesem Geschäft zu überleben.</p>
<p>&nbsp;</p>
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